Die Sache mit dem Hinterfragen

Es  hat  alles damit angefangen, dass ich hinterfragt habe, was ich esse. Dank einer guten Freundin (Danke Lisa), die sich schon länger mit dem Thema beschäftigte. So kam es, dass ich meine Ernährung und meine Essgewohnheiten nach und nach änderte, wodurch automatisch ( ganz unbeabsichtigt) die Pfunde purzelten.(wogegen ich natürlich nicht abgeneigt war ;) ). 

Ich fing an, immer mehr Bereiche in meinem Leben zu hinterfragen ( andauernd inspiriert von besonderen Menschen in meinem Leben, meinem Jakobsweg und Büchern über dieses Thema. Großes DANKE an Toni  :* ).

Das waren Fragen wie: "Wollte ich den Job machen, den ich hatte? Wollte ich dort Leben, wo ich jetzt wohne? Wollte ich diese Beziehung, die ich gerade führe? Wollte ich so aussehen, wie ich mich gerade im Spiegel sah? Wollte ich meinen Alltag so leben?" ... Es gab und gibt viele Dinge, die ich hinterfragte. Auf manche Fragen, habe ich auch immer noch keine Antwort.

Es sind immer Verbesserungen dabei heraus gekommen, wenn ich eine dieser fragen für mich beantworten konnte. Egal ob ein ja oder nein dabei herauskam, so hatte ich auf jeden Fall einen Nutzen davon. Stellte ich fest, dass es bereits so war, wie ich wollte, konnte ich es mir bewusst machen und  viel besser wahrnehmen und wertschätzen als zuvor. 

Beantwortete ich eine der Fragen mit nein, konnte ich es in die Hand nehmen und verändern. 

Während ich das so schreibe, klingt es sehr einfach. Es ist bei einigen dieser Fragen mehr als schwierig überhaupt erstmal eine Antwort zu finden. Irgendwann kam ich auf den Punkt, mich zu fragen: " Was will ich den überhaupt? Und will ich das, weil ICH es möchte oder nur um jemand anderem zu gefallen oder Aufmerksamkeit zu bekommen?"

Wie Du merkst, es ist nicht einfach sich für ein ja oder ein nein zu entscheiden und sich dann auf etwas anderes festzulegen, wenn man die Frage mit nein beantwortet hat. 

Klingt anstrengend und kompliziert? Ist es auch, aber das Ergebnis ist es mehr als wert! Für mehr Lebensfreude, mehr Glücksgefühle, mehr Lachen und Spaß am Leben, bin ich jederzeit bereit Arbeit in Kauf zu nehmen.

Bei all dem ganzen Hinterfragen, muss ich mich manchmal selbst aufrütteln. Denn ALLES zu jeder Zeit zu hinterfragen, ist meiner Meinung nach ungesund. Es kann den Momenten den Zauber nehmen und sehr unromantisch sein. Aber es ist hier wahrscheinlich wie bei allem, ein gutes Mittelmaß ist am gesündesten. 

 

Schreib mir mal ein Kommentar, was Du in deinem Leben hinterfragt hast und was dabei heraus kam!

Würde mich sehr interessieren ;)

 

Liebe Grüße Sindy 

 

 


 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Kathy (Mittwoch, 04 November 2015 11:45)

    Ich habe mich gefragt vor über nem Jahr, ob ich am richtigen Ort wohne...
    Aus einem Traum-nach Glauchau zu ziehen, wurde Wirklichkeit!
    Ich hatte mit meiner Freundin geträumt. Wir würden uns öfter sehen können und würden nicht mehr so weit weg von einander wohnen. Mein Mann hat mir damals nen Vogel gezeigt...er hatte seine Arbeit in der Nähe und ich auch. Unsere Eltern wohnten in unserer Nähe. Das waren alles Faktoren, die eigentlich dagegen stimmten.
    Es gab aber auch einige Dinge, die dafür sprachen, zB. das wir uns in dem Haus, wo wir wohnten unwohl fühlten, wegen den Streitereien der Nachbarn, unser Kind hatte niemand zu spielen, usw.
    Also arbeitete es dann doch im Kopf meines Mannes:)
    Per Mausklick kam er dann mal zufällig:) auf Ebay Kleinanzeigen, wo dann unsere heutige Wohnung drin war. Wir schauten sie uns an und entschieden uns dafür. Mein Mann mit nem mulmigen Gefühl und ich voller Freude endlich mal woanders zu wohnen, als immer in der heimatlichen Umgebung...
    Wir zogen also um. Mein Traum erfüllte sich! Mein Mann bekam nach kurzer Zeit in Glauchau Arbeit und ich musste keinen Tag die Strecke bis zu meiner Arbeit fahren, weil ich Schwanger wurde:)
    So kann es gehen!
    Und eine sehr große Rolle hat in diesem Ganzen Gott bei uns gespielt! Er hat uns getragen und uns gesegnet! Uns ein anderes Leben geschenkt! Einen Neuanfang als Familie!
    So das war mein Kommentar dazu:)
    Lg Kathy

  • #2

    Blumtopf (Donnerstag, 12 November 2015 19:20)

    Hallo Sindy,
    "Habe den Mut, dich deinen eigenen Verstandes zu bedienen" - Kant
    Deine Gedanken sind recht nah an der früheren Aufklärung, deren Wichtigkeit man garnicht oft genug betonen kann. Natürlich ist das anstrengend, die Fragen, die sein Umfeld und sich selbst betreffen zu stellen zu beantworten. Noch schwerer ist es danach zu leben. Richtig anstrengend wird es aber erst, wenn man gesellschaftliche Fragen noch dazu nimmt und diese auch noch von allen Seiten beleuchten möchte.
    Hier mal ein Beispiel: Durch konventionelle Landwirtschaft werden Böden überdüngt und der Konsument krank (könnte man weiter ausführen, lass ich aber an der Stelle mal). Logisch wäre jetzt eine ökologische Landwirtschaft zu fordern. Diese ist aber wesentlich ineffizienter. Allein um die Deutschen zu Versorgen, müssten wir deutlich mehr Agrarfläche schaffen, also Wälder roden und den Lebensraum unserer einheimischen Tiere noch stärker Eingrenzen. Eine weiter Folge ist Verknappung auf die der Markt immer mit leeren Regalen, höheren Preisen, Ausnutzung von Gesetzeslücken, oder allem zusammen reagiert. (Biowein darf nicht konventionell gespritzt werden. Deshalb wird Kupfersulfat genommen. Extrem giftig, extrem veraltet, deswegen aber nicht mehr als verbotener Stoff deklariert).
    Das ist nur ein kleiner Anriss der Problematik. Wie solltest du dich jetzt verhalten? Wie viel muss man wissen um genug zu wissen? Und wenn du das beantworten kannst, bist du dann auch bereit, die Konsequenzen zu tragen?