Warum auch "negative" Erfahrungen so wichtig sind?

 

Ich habe das Wort negative in der Überschrift in Gänsefüßchen gesetzt, weil sie sich mit einem anderen Blick oft zum positiven wenden. 

Aber auch, weil ich versuche alle Facetten des Lebens zu lieben und keine von ihnen als schlechter zu verurteilen.

Ich möchte dir ein paar Gründe geben, warum sie so wichtig in unserem Leben sind und oft zu Unrecht verteufelt werden.

 

 

1) Eine Seele braucht die Erfahrung

 

Wenn du vor einer großen Entscheidung stehst und es eine Wahl zwischen Herz und Verstand, zwischen Vernunft und Gefühl ist, hast du oft Angst dich zu entscheiden.

Du hast Angst die "falsche" Wahl zu treffen und später deinen Entschluss vielleicht zu bereuen oder etwas zu verpassen.

  

Wenn du die Entscheidung triffst, vor der du Angst hast, die unbequeme Wahl sozusagen oder die, die deinen Mut erfordert, machst du in jedem Fall eine Erfahrung. 

Die machst du auch, wenn es augenscheinlich die falsche Entscheidung war.

Wenn dir tausend Leute gesagt haben, dass sie das gleiche schon durchgemacht haben und es scheiße war, du musst selbst deine Beobachtungen dazu machen.

 

Deine Seele braucht die Erfahrung, ihr reicht es nicht aus, zu wissen.

Sie muss es erleben!

Du musst es erleben!

 

 

2) der Gedanke es nie versucht zu haben

 

Wenn du immer auf Nummer sicher gehst, wird dich der Gedanke an die unsichere Entscheidung nie loslassen. 

Du wirst dich ewig fragen: "Was wäre gewesen wenn...?"

Das kann soweit führen, dass du es irgendwann bereust die vernünftige Wahl getroffen zu haben.

 

 

3) es braucht oft Zeit

 

Eine augenscheinlich "schlechte" Erfahrung, braucht oft sehr viel Zeit, um zu erkennen, was dahinter steckt.

 

Sicher hast du auch ein Erlebnis in deinem Leben gehabt, was dich, einige Jahre später betrachtet, weiter gebracht hat.

Oft ist es eine schwere Krankheit, ein Unfall, eine Kündigung oder der Tod eines Menschen.

Momente, in denen man sich fragt: 

"Warum gerade ich?"

"Warum gerade jetzt?"

"Warum schon wieder bei mir?"

 

In dem Moment, leidet man oft an diesem scheinbar nicht endenden Schmerz.

Blickt man nach Monaten oder Jahren zurück, hat man sich durch genau diese Erlebnisse, positiv verändert.

Man genießt das Leben mehr, man achtet besser auf sich oder man wird bewusster.

 

Deswegen sag ich, verurteile nicht vorschnell die Geschehnisse.

 

4) wenn alles gut wäre...

 

Würdest du ausschließlich "gute" Erfahrungen machen, würden sie sich nicht so gut anfühlen, wie jetzt.

 

Ich weiß, das klingt immer nach abgedroschener Phrase, aber du brauchst das Schlechte um das Gute zu schätzen.

 

Stell dir vor es gäbe nur Gutes, du wüsstest gar nicht, das es gut ist, weil es nichts anderes gibt.

 

Ein bisschen ist das wie in einer zwischenmenschlichen Beziehung, die ohne Streit funktionieren soll.

Man braucht einfach das Auf und Ab, es macht das ganze spannend und aufregend.

Viele wollen immer den Streit vermeiden, aber sind nicht die Versöhnungen, nach denen man sich näher ist als zuvor, dass faszinierende? 

 

 

 

Liebe Grüße Sindy :*

 

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