Ich bin nicht normal

Wenn es nach der Gesellschaft geht, bin ich unnormal.

Als nicht normal wird alles definiert, was nicht der Masse entspricht.

Wäre ich also unter tausenden tätowierten Menschen, die einzige ohne ein Tattoo, würde ich als Sonderling gelten oder unnormal.

 

Da ich ein Mensch bin, der keinen Alkohol trinkt, kein Fleisch isst, keine normale Beziehung führt, keine Medikamente und Impfungen nehmen möchte und kein Fernsehen schaut, Zeitung liest oder anderweitig Nachrichten konsumiert, gelte ich als unnormal.

 

Nicht, dass dies bereits alle Faktoren wären, es kommen noch diverse Meinungen und Glaubenssätze über den Tod, Krankheiten, Arbeit und das Leben im Allgemeinen hinzu.

 

Eigentlich war ich immer jemand, der allen gefallen wollte.

Und wenn mir zu dem Zeitpunkt jemand gesagt hätte, dass mich Menschen später mal als nicht normal empfinden, hätte mir das Angst gemacht.

Wobei ich rothaarig bin und somit es von Kind an kenne immer etwas anders zu sein. :D

 

Jetzt ist das zum Glück nicht mehr so.

Ich bin aufgewacht und habe mich gefragt, wofür denn jedem gefallen?

Dass ich auf dem Sterbebett bereuen kann, nie getan zu haben, was ich wollte. Also was ich wirklich wollte.

Es gab eine Zeit, da konnte ich nicht unterscheiden, ob ich die Dinge wirklich wollte, oder ob ich sie nur wollte um anderen zu gefallen.

 

Sicher sind meine Entscheidungen nicht gänzlich von Aufmerksamkeitsgier befreit, aber ich habe nicht mehr das Gefühl mich selbst zu verraten. 

 

Ich steh zu meinem unnormal Sein.

Ich steh auch dazu, dass ich meine Meinung zu Dingen ändere, dass ich scheinbar unlogische Dinge tue und komisches Zeug rede, zumindest in den Augen der normalen Menschen.

 

Mir ist es wichtig mit meiner Art, ob nun normal oder unnormal, keinen  bewusst zu verletzten.

Natürlich wird es Menschen geben, die sich von mir verletzt fühlen, aber das ist ihre Baustelle und nicht meine Absicht.

 

Es ist ein fantastisches Freiheitsgefühl so unnormal zu sein.

Wenn man einmal als Sonderling gilt, ist es eh zu spät und dann kann ich einfach immer machen, was ich will.

 

Kann es nur empfehlen ;) 

 

Liebe Grüße

Deine unperfekte, verstreute, aber glückliche Sindy :)

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Volker Murawski (Sonntag, 15 Mai 2016)

    Ich esse auch kein Fleisch, sehe nicht Fernsehen. Vor 19 Jahren habe ich zuletzt Pillen geschluckt. Du unterstützt Menschen mit deinem Blog, zu mir kommen Menschen die nicht mehr alles schlucken wollen, innen und außen.
    Menschen, die aufgewacht sind oder auf dem Weg sind, erlebe ich immer mehr.
    Für mich ist das alles ganz normal – Gott sei Dank!
    Danke für deinen schönen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Volker

  • #2

    Sindy (Sonntag, 15 Mai 2016 23:30)

    Danke Volker.
    Für mich ist das alles auch normal, es kommt eben immer auf die Sichtweise an.

    Liebe Grüße Sindy

  • #3

    Christian PE (Montag, 16 Mai 2016 14:00)

    Vielleicht sind wir die Normalen.
    Nur weil wir wenig sind, heißt das doch nicht das die Masse, nur weil sie viele sind,
    gleich automatisch recht haben.

  • #4

    Sindy (Dienstag, 17 Mai 2016 17:54)

    Ist ein schöner Gedanke Christian, stimmt.
    Sie begründen es eben damit, da es alle machen, muss es das Normale sein ....