5 Wege dir bei den zwischenmenschlichen Problemen zu helfen, für die es nur einen Grund gibt...

Es gibt unsagbar viele Schwierigkeiten, wenn man an den Umgang mit anderen Menschen denkt. 

Manchmal kommt man an einen Punkt, wo man denkt:

 

"Lasst mich alle in Ruhe!"

 

Ich rede nicht einmal unbedingt von offensichtlichen Konflikten.

Also denen, wo es Streit gibt und sich danach versöhnt wird.

Ich meine diese, oft unterschwelligen Aggressionen, unausgesprochene Wut und Ärger, heimliche Enttäuschungen und Traurigkeit.

Auch meine ich diesmal nicht nur die Paarbeziehungen, es geht auch um Eltern und Kinder, Freunde, Arbeitskollegen und auch einfach nur der Typ im Auto vor dir, der so nervt. 

 

Egal wo und mit wem, das größte Problem sind meistens die ERWARTUNGEN.

 

Man hat immer Erwartungen an andere Menschen und meistens geht das in die Hose.

Wir erwarten quasi, dass andere uns diese Dinge von den Augen ablesen.

 

Als ob das nicht schon genug wäre, haben wir auch immer Erwartungen, wenn wir etwas getan oder gesagt haben.

 

Sagen wir "Ich liebe Dich", erhoffen wir uns mehr als ein "Dankeschön" unseres Gegenübers zurück.

Genauso ist es mit Danke, Bitte, Entschuldigung und so weiter, die Liste ist unendlich.

Natürlich gibt es neben dieser Wortliste auch eine für Taten!

 

Ich bin ein Mensch, dem es nicht schwer fällt, Dinge gerne für andere Zutun.

Und auch ich bin nicht frei von Erwartungen, wenn ich etwas für jemanden tue, obwohl ich es gerne wäre!

Es ist schwer sich nichts zurück zu erhoffen.

Wir wollen immer etwas "zurück" haben, denken immer "Und was habe ich davon?", manchmal sogar ganz bewusst.

 

Ich möchte Dir ein paar kleine Wege zeigen, die Erwartungen einzudämmen, oder die hinterher kommenden Enttäuschungen zu mindern.

 

 

 

1) Du machst es umsonst

 

Wenn du etwas für jemanden tun sollst, versuche dir einmal den Gedanken klar zu machen, dass du dies jetzt umsonst tust. 

Vollkommen umsonst, nicht mal ein "Danke".

Würdest du es dann noch tun?

 

In den allermeisten Fällen, bekommst du viel mehr als Danke.

Es wird dich überraschen, wie viel mehr du zurück bekommst, wenn du nichts zurück erhoffst. 

 

2) Sag es

 

Du kannst dich mit dem ersten Punkt nicht anfreunden?

Es gibt noch die Möglichkeit deinem Gegenüber zu sagen, dass du dafür nun aber etwas zurück möchtest.

 

Nun genau dies ist jetzt der Punkt, der zu all diesen Problemen führt. 

Wir sprechen die Dinge nicht aus, wir erwarten und sind enttäuscht und verletzt, wenn es anders kommt, oder gar nichts passiert.

 

Nimm dir einmal vor, es immer laut zu sagen, was du dafür erwartest.

Was dann passiert ist erstaunlich!

Entweder du sprichst es aus und es kommt zum Gespräch über die Sachen (Was ich für sehr gut erachte), oder du bemerkst noch vor dem Aussprechen, wie lächerlich es ist, was du hier verlangst (Was ebenfalls ein äußert lehrreicher Aspekt ist).

 

 

3) Der Unterschied

 

Die Frage ist, wo liegt der Unterschied zwischen, etwas Selbstlos tun und ausgenutzt werden?

Ich muss zugeben, dass dies eine Frage ist, die auch mir schwer fällt zu beantworten.

Aber ich glaube man spürt es wohl meistens.

 

Und eigentlich fühlt man sich doch auch nur dann ausgenutzt, wenn man das Gefühl hat die ganze Zeit zu geben und nichts dafür zu bekommen oder?

Dann wird man Theoretisch immer dann ausgenutzt, wenn man etwas Selbstloses tut?

Nein!

 

Es gibt wohl keine Regel, an der man den Unterschied erkennen kann.

Ich denke, man kommt schon sehr weit, wenn man auf sein Gespür und sein Bauchgefühl setzt.

 

4) Wenn doch die Enttäuschung da ist

 

Passiert es nun doch und die Erwartungen bleiben unerfüllt, gilt es mit dem Gefühl, welches als Konsequenz hoch kommt, fertig zu werden.

Sei es nun Enttäuschung, Wut oder Traurigkeit.

 

Mach dir bewusst, das du nicht dein Gegenüber für das jetzt auftauchende Gefühl verantwortlich machen kannst.

Genau genommen hat er/sie nichts damit zu tun, denn erinnere dich:

 

>  in DEINER Vorstellung entstand der Wunsch, den diese Person erfüllen sollte

> Du hast diesen Wunsch NICHT kommuniziert

> dein Gefühl der Enttäuschung hast du dir also soeben selbst geschaffen

 

Konfrontierst du nun diese Person mit dem Gefühl, wird sie aus allen Wolken fallen,

verständlicherweise oder?

 

5) Die Umkehrung

 

Stell dir vor, du bekommst Vorwürfe einer  dir nahe stehenden Person, weil du etwas nicht getan hast, sagen wir du hast nicht angerufen. 

Sie hat dies aber von dir erwartet, weil sie dir noch letzte Woche gesagt hat, dass sie eine wichtige Untersuchung hatte.

Du bekommst also aus dem Nichts einen Anruf und wirst mir Vorwürfen bombardiert, wie egoistisch du bist und das du kein Mitgefühl hast.

 

Nun entgegnest du natürlich, dass du nie gesagt hast, dass du anrufst und es ja nicht wissen konntest, das sie auf deinen Anruf wartet. Und sie hätte ja einfach sagen können, dass sie sich über einen Anruf freuen würde.

 

Dann wird sie noch sagen, dass man auf so etwas auch mal von alleine kommen muss, usw.

 

Bemerkst du, wie komisch es dir auf einmal vorkommt, wenn man auf der anderen Seite steht und von nichts eine Ahnung hat?

 

Versuch dich daran zu erinnern, wenn du wieder einmal in der erwartenden Position steckst.

 

 

 

 Liebe Grüße Sindy ;)

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0